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Schulanlage Röhrliberg Cham

Projektwettbewerb 2014, 1. Rang

Planung und Ausführung 2015 — 2020

Das Grundkonzept für die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Röhrliberg knüpft an die präzise städtebauliche und architektonische Grammatik des Bestands an. Die verschiedenen Gebäudeteile und die Anlage als Ganzes werden durch sorgfältige Pflege der bestehenden Substanz, gezielte Eingriffe und selbstverständliche Ergänzungen in einen nächsten Lebenszyklus geführt. Die gewählte Strategie soll beispielhaft für den Erhalt und die nachhaltige Entwicklung einer bewährten Architektur aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stehen.

Das Ziel ist, die Interventionen in Einklang mit den bestehenden räumlichen und atmosphärischen Qualitäten zu bringen und dadurch die Identität des Orts für die Zukunft zu stärken.

Als massgebend werden unter Anderem folgende Prinzipien identifiziert und weiter verfolgt:

Städtebaulich ist die Anlage als klassischer Campus angelegt, wobei die durch Gebäude gefassten, hofartigen Aussenräume in einem spannungsvollen Verhältnis zum umgebenden Grünraum stehen. Die Morphologie der Anlage und der einzelnen Gebäude basiert auf einer übergeordneten Grundgeometrie und einem einheitlichen Masssystem, dessen Ursprung im Modul des Backsteins begründet liegt. Die räumlichen Strukturen werden durch Addition einzelner Teile gebildet. Die Staffelung der Höhen beschreibt eine Hierarchie unter den verschiedenen Gebäudeteilen und schafft übergeordnete räumliche Bezüge. Das Ensemble wird durch die einheitliche Formensprache, die massive Bauweise und die homogene Materialisierung charakterisiert.